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Der Mittelstand muss (mehr) mit Start-ups kooperieren

Weniger als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat Kontakt mit Start-ups. Von der Zusammenarbeit mit Innovationsträgern könnten sie jedoch erheblich profitieren. Der Mittelstand sollte es wagen, in Start-ups zu investieren.

Julia Schiefer
/
30.10.2019
Start-ups

KMUs haben nicht ausreichend Kontakt zu Start-ups, das zeigt die RKW-Studie „Mittelstand meets Startups 2018 – Potenziale der Zusammenarbeit“ von 2018. Obwohl sich 70 Prozent der befragten KMUs sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnten, scheitert es offensichtlich am Netzwerk. Dabei wäre eine Zusammenarbeit wichtig.

Die Unternehmen, die Kooperationen eingehen, profitieren davon ja auch auf unterschiedlichste Weisen. Und das weiß auch die Studie. Laut derselben gehen 57 Prozent der Unternehmen Entwicklungspartnerschaften ein, mit denen Ideen generiert und Produktentwicklung vorangetrieben werden soll. Fast genauso viel (56 Prozent) sind Zuliefererverhältnisse, bei dem das Produkt des Start-ups zum Beispiel als Komponente in das Endprodukt fließt. Mit anderen Worten: Start-ups sind kein Schmuck, sondern sichern die Wettbewerbsfähigkeit schon heute.

Das Röcheln der Start-ups

In demselben Jahr, als die RWE-Studie rauskam, war auch das Jahr des Rekordtiefs der Gründungen in Deutschland. Das analysierte die KfW. Zwar hat sich ein Jahr später, also 2019, die Zahl der Gründungen auf einem niedrigem Niveau stabilisiert, aber es ist immer noch ein Armutszeugnis für Deutschland so wenige Gründungen zu verzeichnen. “Ende der Talfahrt?”, titeln optimistisch die Studienmacher. Mal sehen, ob sich das einhalten lässt. Man darf jedenfalls vermuten, dass diese Entwicklung so oder ähnlich anhalten wird.

Ursachen für die schwindenden Zahlen der (Neu)Gründungen seien übrigens der hohe bürokratische Aufwand und die rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch Unsicherheit und der hohe Arbeitsaufwand. Der seit Jahren stabile Arbeitsmarkt tut sein Übriges. Es gibt viele Chancen auf gute Jobs. Viele Faktoren, die man verändern kann – und sollte. Zumindest könnte man an der Unsicherheit arbeiten, indem mehr Kontakte stattfinden, sodass man auch im Vorfeld einer großartigen Idee, sich darüber austauschen kann, wie sie dann auch zündet.

Ohne Start-ups weniger Innovation

Drei Wünsche haben KMUs an die Wunderbox Start-ups: Neue Technologien, Produktinnovationen und neue Märkte. Natürlich können nach Branche andere Motivationen ganz oben stehen. So sind es im Maschinen- und Fahrzeugbau die neuen Märkte, während das für die Informations- und Technologiebranche wenig Attraktivität verspricht. Aber letztendlich sind Start-ups wichtige Weichensteller für Unternehmen in Deutschland.

Neugründungen und Startups sind Treiber von Innovationen und insbesondere des digitalen Wandels. Deutschland braucht deshalb Gründerinnen und Gründer
Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft

Sie meint weiter: Fehlten heute die Gründer, leide morgen die Wettbewerbsfähigkeit.

Viele Potenziale noch ungenutzt

Lassen Sie mich das auf die einfache Formel bringen: Keine Wettbewerbsfähigkeit heißt keine Innovation, und man bekommt keine Innovation ohne die Geschäftstätigkeit mittelständischer Betriebe. KMUs sind, wie wir alle wissen, die Treiber der deutschen Wirtschaft und gerade die dezentrale Struktur bietet Vorteile. „Auch unterschiedliche Herangehensweisen an eine gemeinsame Herausforderung zuzulassen, erschließt unglaubliche Potenziale“, sagt Stefanie Bechert, Sprecherin des RKW-Kompetenzzentrums.

Es wäre viel gewonnen, wenn sich KMUs ein wenig mehr wagen würden. Das bestätigt abermals die Studie: Die überwältigende Mehrheit der Firmen, die bereits Erfahrungen mit Start-ups haben, würden zukünftig wieder eine Kooperation eingehen. Und mehr als 70 Prozent derer, die noch nie mit einem Start-up zusammengearbeitet haben, können sich ebenfalls eine Kooperation vorstellen. Das lässt hoffen.

Porträt von Julia SchieferJulia Schiefer
Redakteurin bei Assecor
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